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Amazon Listing erstellen: Schritt für Schritt zur perfekten Produktseite

Als neuer FBA Seller hat man vieles um die Ohren. Sind die Grundlagen, wie die Unternehmensgründung und die FBA Produktauswahl geschafft, warten noch viele weitere Aufgaben. In unserer FBA Anleitungen haben wir die wichtigsten Schritte für Dich zusammengefasst. Auf einen besonders wichtigen gehen wir heute genauer ein: die Erstellung Deines Amazon Listings.

Was ist ein Amazon (FBA) Listing?

Das Listing ist die Angebotsseite, die für jedes Produkt im Amazon Katalog angelegt wird. Im Idealfall finden Kunden alle relevanten Informationen über das jeweilige Produkt und werden zum Kauf bewegt. Doch das Listing ist nicht nur für die Kunden relevant, sondern auch für den Algorithmus von Amazon. Anhand der Informationen im Listing findet die Suchmaschine heraus, ob Dein Produkt zur gestellten Suchanfrage des Kunden passt. Ob und wie gut es dann platziert wird, hängt neben dem Listing von vielen weiteren Faktoren ab, zum Beispiel von Nutzersignalen wie der Click-Through-Rate.

Bestandteile eines Amazon Listings:

  • Produktfotos und -videos
  • Produkttitel
  • Bullet Points
  • Produktbeschreibung bzw. A+ Content
  • Hinterlegte Produkt-Attribute & Eigenschaften (Maße, Bestandteile, etc.)
  • Backend-Keywords
  • Bewertungen

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Wieso ist es so wichtig, ein gutes FBA Listing zu erstellen?

Die Bedeutung des Listings für Dein Erfolg als Amazon Seller ist enorm. Der Grund ist, dass das Listing, wie erwähnt, zwei Aufgaben erfüllt.

Aufgabe 1: Das Listing soll und muss Deine Zielkunden vom Kauf überzeugen. Das funktioniert nur, wenn der Interessent alle relevanten Informationen findet und das Listing einen guten Eindruck von den Eigenschaften und der Qualität des Produkts verschafft. Ein Listing mit unscharfen Produktbildern, einem Produkttitel, der möglicherweise nur die Modellnummer beinhaltet und ohne Bewertungen wird es schwer haben, den Kunden vom Kauf zu überzeugen. Deutlich besser stehen die Chancen, wenn der Kunde in das Bild zoomen kann, alle USPs des Produkts auf einen Blick erfährt und zahlreiche Bewertungen zeigen, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt.

Aufgabe 2: Die Keywords, die im Produkttitel und den Bulletpoints Deines Produktlistings verwendet werden, sind wichtig für Amazons A9 Algorithmus. Nur wenn die Suchmaschine erkennt, um was für ein Produkt es sich handelt, kann sie feststellen, ob es für eine Suchanfrage relevant ist. Du erleichterst mit einem optimierten Listing also nicht nur dem Kunden das Einkaufen, sondern auch dem Algorithmus die Arbeit – und das wird belohnt.

Ein ideales Amazon Listing findet also die perfekte Mischung zwischen Kundenorientiertheit und Suchmaschinenoptimierung. Und davon profitierst Du als Seller gleich doppelt. Denn ein optimiertes Listing bedeutet im Idealfall, dass Kunde und Suchmaschine zufrieden sind – und wenn dadurch Deine Sales angekurbelt werden, ist das ein weiteres wichtiges Signal für den Algorithmus. Das Ergebnis: bessere Rankings, noch mehr Sales und ein glücklicher Seller.

Listing erstellen auf Amazon: Die wichtigsten Regeln & Richtlinien

Natürlich kann ein Seller im Amazon Listing nicht schalten und walten, wie er möchte. Stattdessen gibt es ein paar Regeln zu beachten. Besonders relevant sind dabei die Längenbegrenzungen, die es für die einzelnen Elemente gibt. So darf ein Produkttitel auf Amazon maximal 200 Zeichen (inkl. Leerzeichen) haben, die Bulletpoints insgesamt maximal 1000 Zeichen.

Am besten wirfst Du vor bzw. während der Erstellung Deines FBA Listings einen Blick auf die Amazon Styleguides. Darin hält Amazon Informationen zu empfohlenen und verbotenen Möglichkeiten auf der Produktdetailseite fest.

Weitere wichtige Richtlinien:

  • Keine Werbesätze, wie z.B. “kostenloser Versand”
  • Keine Zierzeichen in den Produkttiteln

Insbesondere für Produktfotos gibt es zahlreiche weitere Hinweise in den Styleguides zu beachten.

Anleitung: So erstellst oder optimierst Du das optimale Amazon Listing

Nachdem Du nun weißt, wieso ein optimiertes Listing so wichtig ist, geht es in die Praxis. Hier erfährst Du alles, über die 6 wichtigsten Faktoren, die Dein Listing erfolgreich machen!

Punkt 1: Hochwertige Produktfotos

Mach Dir stets bewusst, dass die Produktfotos in der Regel das erste sind, das sich Deine Zielkunden ansehen. Du kennst das bestimmt von Dir selbst: Du sucht etwas auf Amazon, gibst den Begriff im Suchfeld ein und landest auf der Ergebnisseite – was machst Du dann? Liest Du dir erst die Produktitel durch? Vermutlich nicht, das folgt dann als zweiter Schritt, nachdem Du Dir das Hauptbild der ersten paar Ergebnisse genauer angeschaut hast.

Lege also Wert darauf, dass das Hauptbild Deines Produktlistings die Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe erreicht und sie motiviert, Dein Produkt genauer anzuschauen. Aber: bewege Dich immer innerhalb der Richtlinien von Amazon oder sei darauf vorbereitet, dass Dein Angebot möglicherweise ausgeblendet wird.

Bedenke bei den Produktbildern auch immer die mobile Darstellung. Texteinblendungen der USPs sind eine super Idee – sollten aber auch in der Amazon App oder im mobilen Browser problemlos lesbar sein. Zudem sind Amazons Styleguides mittlerweile ziemlich streng, was in Sachen Badges und Text auf den Titelbildern erlaubt ist.

Punkt 2: Keyword-Recherche durchführen

Vermutlich hättest Du bei Punkt 2 nun erwartet, dass wir uns um den Produkttitel kümmern, schließlich wird er ja meist nach dem Produkt-Hauptfoto betrachtet. Doch dafür ist erst einmal Vorarbeit nötig, denn sonst stocherst Du bei der Titel-Optimierung nur im Nebel.

Um zu wissen, wie Du das weitere Listing optimierst, musst Du erst einmal herausfinden, wie Deine Zielgruppe nach Deinem Produkt sucht. Ein einfaches Beispiel: Du verkaufst auf Amazon einen Bratentopf und nennst diesen auch beim Erstellen des Listings so. Du baust das Keyword im Titel, den Bulletpoints und der Beschreibung ein – super. Das Problem: Die Zahl der Menschen, die nach einem Bratentopf suchen, ist vermutlich deutlich geringer als die, die nach einem Kochtopf suchen. Wenn Du dieses Keyword in Deinem Listing also vergisst, verschenkst Du großes Potenzial.

Mit einer Keyword-Recherche legst Du die Basis eines optimierten Listings und findest die wichtigsten Keywords mit dem größten Suchvolumen heraus. Wir empfehlen sowohl für die Keyword-Recherche als auch für die Erstellung das Amazon Tool Helium10.

Übrigens: Wie das funktioniert, haben wir im Blogbeitrag ”Amazon Keywords finden – Mit diesen Tipps gelingt die Keyword-Recherche” genau erklärt.

Punkt 3: Titel optimieren

Der Titel ist für dein Produktlisting besonders wichtig. Er wird wohl von jedem Nutzer, der sich mit deinem Produkt beschäftigt, beachtet, ist besonders relevant für den Algorithmus, muss alle relevanten Infos enthalten und darf trotzdem nicht zu lang sein.

Diese Infos sollten in deinem Produkttitel enthalten sein:

  • Markenname (und ggf. Modellnummer und -name)
  • Produktbezeichnung
  • Kurzbeschreibung (Farbe, Größe, Gewicht, Material, etc.)

Achte darauf, den Produkttitel nutzerorientiert zu erstellen, aber auch die wichtigsten recherchierten Keywords abzudecken. Niemand möchte ein Produkttitel lesen, in dem sämtliche Keyword-Varianten vorkommen, aber keinerlei wichtige Infos.

Hier ein Beispiel für einen optimierten Amazon Produkttitel:

Namox® Makramee Zeitungsständer Holz / Zeitungshalter aus Baumwolle / 33x18x26 cm / Magazinhalter für Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge aus Seil / Zeitungsständer modern boho

Wie Du siehst, haben wir zuerst den Markennamen verwendet und im Anschluss das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen, das gleichzeitig eine präzise Produktbeschreibung darstellt. Die weiteren Zeichen werden für zusätzliche wichtige Keywords und nützliche Informationen genutzt.

Punkt 4: Bulletpoints optimieren

Da immer mehr Kunden Amazon mobile, also per App oder Smartphone-Browser, nutzen, ist das Thema Bulletpoints bei Experten derzeit umstritten. Mobile werden die Stichpunkte nämlich oftmals nur teilweise und nicht besonders prominent dargestellt. Man könnte also meinen, dass die Texte hier eher für den Algorithmus und weniger für den Nutzer geschrieben werden – Keyword-Stuffing ist aber dennoch nicht zu empfehlen.

Ein paar Tipps für Deine Bulletpoints:

  • Versuche eine einheitliche Länge für alle Bulletpoints zu finden (insgesamt hast Du maximal 1000 Zeichen zur Verfügung)
  • Schreibe das erste Wort jedes Bulletpoints groß, um die Aufmerksamkeit Deiner Kunden darauf zu lenken und Eigenschaften zu betonen
  • Wenn es zu Deinem Produkt und Deinem Listing passt, kannst Du auch Icons / Emojis am Anfang jedes Bulletpoints nutzen
  • Wiederhole das Haupt-Keyword aus Deinem Produkttitel und verwende weitere suchvolumen-starke Begriffe

Hier ein Beispiel für optimierte Amazon Bulletpoints:

  • ZEITSCHRIFTEN- & ZEITUNGSHALTER: Der Papiersammler im böhmischen Landhausstil eignet sich für die Aufbewahrung von Magazinen, Zeitschriften, Büchern & Zeitungen. Maße: 33x18x26 cm
  • EINZIGARTIGES DESIGN: Der tragbare Zeitschriftenständer ist ein Hingucker in jeder Wohnung. Der Magazin Holder kombiniert Design & Organisation – für jeden Liebhaber der Boho-Wohndekoration.
  • HANDGEWEBT: Der Magazin Halter besteht aus Holz & Baumwolle. Das Seil wurde mit einer aus dem Orient kommenden Knüpftechnik um das Holz gefertigt.
  • BOHO STIL: Als Designelement glänzt er im Wohnzimmer, Kinderzimmer, Badezimmer, Schlafzimmer oder Flur. Der Zeitungsständer macht somit jeden Raum gemütlich & die Zeitschriften Aufbewahrung besonders einfach.
  • PERFEKTES GESCHENK: Der Organizer eignet sich als ideales Hochzeits- oder Einweihungsgeschenk. Aufgrund seiner Größe von 33x18x26 cm ist er äußerst platzsparend & bereitet mit seiner Optik im Boho-Charme große Freude.

Punkt 5: Produktbeschreibung & weitere Listing-Elemente erstellen

Mit dem Produkttitel und den Bulletpoints hast Du zwei wichtige Elemente Deines Listings bereits erstellt. Doch es gibt noch weitere Bestandteile und Möglichkeiten, die Du nutzen solltest.

  • Amazon Produktbeschreibung: Die Produktbeschreibung wird von Amazon und Google indexiert – Du solltest also auch hier die wichtigsten Keywords einbauen. Bis vor einiger Zeit war es möglich, die Beschreibung mit html-Formatierungen zu strukturieren. Mittlerweile ist nur noch Fließtext mit Absätzen erlaubt. Greife in der Beschreibung Informationen auf, die beispielsweise in den Bulletpoints keinen Platz gefunden haben und strukturiere diese durch Absätze und Großschreibungen sinnvoll.
  • Backend Keywords: Diese sind ein Teil des Amazon Listings, der für die Kaufinteressenten nicht sichtbar ist. Doch die Backend-Keywords sind umso wichtiger für den Amazon-Algorithmus und nach dem Produkttitel am zweitwichtigsten in Sachen Indexierung. Hier solltest Du alle relevanten Keywords hinterlegen, die noch nicht im Listing eingebaut wurden. Häufig finden hier beispielsweise falsch geschriebene oder englischsprachige Keywords ihren Platz, die im sichtbaren Teil des Listings eher stören würden. Gehe hier jedoch mit Bedacht und mit Blick auf das Suchvolumen vor und überlege gut, welche Keywords du in dem begrenzten Platz eintragen möchtest. Mit Bindestrichen kannst du mehrere Wortkombinationen abdecken: zum Beispiel deckt katzen-futter die Keywords Katzen, Futter, Katzenfutter & Katzen-Futter ab.
  • Produktattribute: Amazon bietet beim Erstellen eines Listings diverse Möglichkeiten, Informationen bereitzustellen. Für die Produktattribute solltest Du Dir noch einmal Zeit nehmen und diese gewissenhaft ausfüllen. Dabei geht es um Infos wie den Lieferumfang, Produktabmessung und –gewicht, Ursprungsland, usw.. Einige dieser Felder sind mittlerweile Pflichtangaben. Auch zusätzliche Dokumente, z.B. Montageanleitungen oder Datenblätter, können mittlerweile zum Listing hinzugefügt werden.

Punkt 6: Produkt im Seller Central anlegen

Nachdem Du das Listing nun in Helium10 oder einem anderen Programm erstellt hast, ist es an der Zeit, es in Amazons Seller Central zu übertragen. Der Prozess hierfür ist ziemlich selbsterklärend und du findest alles unter Lagerbestand > neues Produkt hinzufügen. Wähle dann die entsprechende Kategorie aus, trage alle erforderlichen Infos ein, ergänze die Produktfotos und schon ist es geschafft.

Tipp!

Nachdem viele Seller lange darauf gewartet haben, hat Amazon mittlerweile endlich eine Möglichkeit für A/B-Tests eingeführt (Voraussetzung ist eine registrierte Marke). Dabei kannst Du verschiedene Varianten von Produkttiteln, Produktfotos und A+ Content testen und vergleichen, welche Variante am besten performt. Probiere das unbedingt für Dein Listing aus – aber beschränke Dich immer auf ein Element (z.B. nur Produkttitel), um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten und Maßnahmen abzuleiten.

Fazit: Amazon Listing erstellen – die Grundlage für Deinen Erfolg

Anhand dieser Anleitung weißt Du nun genau, worauf beim Erstellen deines FBA Listings zu achten ist. Nimm Dir genug Zeit für die Keyword-Recherche, die Erstellung und auch das anschließende Testing. Wenn das Listing fertig erstellt und veröffentlicht ist, schau es dir auf allen Geräten (Desktop, App, mobile) noch einmal genau an und frage Dich:

  • Sind alle wichtigen Infos enthalten?
  • Ist auch in der mobilen Darstellung alles gut lesbar?
  • Sind auf allen Geräten die wichtigsten Infos im Titel zu sehen (verschiedene Längen beachten)?

Die Erstellung eines Amazon Listings ist ein fortlaufender Prozess. Immer wieder sind Anpassungen und Optimierungen nötig, um zum Beispiel auf Neuerungen bei Amazon oder ein verändertes Suchverhalten zu reagieren.

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